EMEA-weit ein Hotel-Transaktionsvolumen von 11 Mrd. US-Dollar erwartet

Kontakt:    Christoph Härle, CEO Kontinentaleuropa bei Jones Lang LaSalle Hotels
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E-Mail:     christoph.harle@eu.jll.com

EMEA-weit ein Hotel-Transaktionsvolumen von 11 Mrd. US-Dollar erwartet
Jones Lang LaSalle Hotels* sieht Banken auf Verkäuferseite als große Investment-Spieler

Frankfurt/London, Februar 2012 – In der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) erwartet Jones Lang LaSalle Hotels 2012 ein Hoteltransaktionsvolumen von ca. 11 Mrd. US-Dollar* (ca. 8 Mrd. Euro), ein ähnliches Niveau wie 2011. Ein guter Teil der Hotelinvestmentaktivitäten 2012 wird direkt oder indirekt auf Banken entfallen, die das immobile Risiko minimieren wollen – durch Zurückhaltung bei Finanzierungen und Refinanzierungen einerseits, aber auch durch direkte Desinvestments andererseits. Die Banken könnten 2012 zu den großen Investment-Spielern gehören.

“Private Investoren und Staatsfonds werden auch 2012 Trophy-Hotels in Schlüsselmärkten der EMEA- Region im Fokus haben. Trotz der häufig niedrigen Rendite und hohem Kaufpreis pro Zimmer sehen sie diese Hotels als langfristige, sichere Anlage“, so Christoph Härle, CEO Kontinentaleuropa bei Jones Lang LaSalle Hotels. Und weiter: „Institutionelle Investoren und Investoren aus Asien werden mit hohem Eigenkapitalanteil agieren können und sind dadurch weniger von Finanzierungszusagen abhängig. Des weiteren werden Investoren aus dem Nahen Osten und Asien bereit sein, Rekordpreise für gute Hotelinvestmentmöglichkeiten zu zahlen.“
An der Reihenfolge der TOP 3 - Zielländer in EMEA 2011 wird sich auch im laufenden Jahr nichts ändern: UK wird auf ähnlichem Niveau wie 2011 (3,3 Mrd. USD, etwa 2,4 Mrd. Euro) und damit Nummer 1 im Hoteltransaktionsvolumen bleiben. Investitionen werden hier vor allem durch die strafferen Finanzierungsvorgaben der Banken und die Unsicherheit über die Erholung der regionalen Märkte angetrieben.

Auch die Entwicklung von Frankreich (2011: ca. 1,6 Mrd. US-Dollar, entsprechend 1,1 Mrd. Euro) und Deutschland (2011: rund 1 Mrd. US-Dollar, entsprechend 800 Mio. Euro) als Zweit – und Drittplatzierte dürfte recht stabil verlaufen. „In Deutschland konzentrieren sich Investoren weiterhin auf gut am Markt etablierte Hotelimmobilien mit geringem Risiko in den Immobilienhochburgen. Wachsendes Interesse wird auch für Objekte erwartet, die aufgrund der Lage und / oder Ausstattung demgegenüber ein eher opportunistisches Investment darstellen“, so Härle.

Für Russland, mit ca. 760 Mrd. USD 2011 (540 Mio. Euro) auf Platz 4, dürfte 2012 ein niedriges Hoteltransaktionsvolumen zu notieren sein. Es ist unwahrscheinlich, dass ein ähnlich großer Deal wie der Verkauf des Ritz Carlton stattfindet, der im vergangenen Jahr allein mehr als 50 % des gesamten Transaktionsergebnisses ausmachte.

Die Staatsverschuldungskrisen mit drastischen Sparpaketen in einigen europäischen Ländern im Gefolge beeinflussen auch das Geschehen auf den Hotelinvestmentmärkten. „Die größte Herausforderung für den europäischen Hotelinvestmentmarkt in diesem Jahr werden die limitierten Finanzierungsmöglichkeiten sein. Investoren werden teilweise mit Eigenkapitalanteilen von 40 - 50% agieren müssen”, so Härle. Und weiter: „In Folge dessen werden Hotelinvestmentangebote mit kleinerem Volumen mehr Zulauf haben. Investoren können in diesem Jahr tendenziell selektiver sein - aufgrund des wachsenden Kaufangebots.”

In diesem Zusammenhang werden zwei weitere mögliche Trends in 2012 zu beobachten sein:

•    „Da Hotelprojektentwicklungen aufgrund der limitierten Finanzierungsmöglichkeiten nur eingeschränkt zu realisieren sind, könnten Hotelgesellschaften vermehrt dann als Kaufinteressenten auftreten, wenn betreiberfreie Hotels angeboten werden“, erklärt Härle. Die Strategie „Asset Light” bei Hotelgesellschaften werde mittlerweile von der „Asset Right” Strategie abgelöst. Es bestehe bei ihnen die Bereitschaft, Hotelimmobilien zu erwerben, um einen neuen Standort zu sichern oder eine neue Marke zu etablieren.

•    „Die europaweit steigende Anzahl von Hotelbetrieben mit Insolvenzrisiko könnte höhere Renditen zur Folge haben und dürfte auf Käuferseite Private Equity Unternehmen wieder vermehrt auf den Plan rufen“, so Härle. „Wegen der 2012 anstehenden Refinanzierungen ihrer bestehenden Anlagen ist gleichzeitig davon auszugehen, dass sie auch auf Verkäuferseite verstärkt auftreten.“